Home > Reiseservice > Reiseberichte > Indischer Ozean > Madagaskar Claudio Juen

DSC_9304_Web.jpg

Claudio Juen

Masoala Trekking Madagaskar

Im November 2013 bereiste Claudio Juen, Manager Afrika bei Dreamtime, die Masoala Halbinsel. Es war bereits seine zweite Reise nach Madagaskar. Beeindruckt kehrte er zurück und erzählt hier ganz persönlich. Lassen Sie sich von ihm in die Tiefen der Masoala Regenwälder entführen, wandern Sie vorbei an idyllischen Dörfern und schlagen Sie Ihr Zelt direkt am Traumstrand auf.

IOZ_MAD_004_20140714_ss.jpg

Privates Trekkingabenteuer

Das achttägige private Trekkingabenteuer durch dichte Primär- und Sekundärregenwälder im berühmten Masoala Nationalpark war Ziel dieser Studienreise. Ein Naturabenteuer für geübte Wanderer, mit englischsprechendem Guide - abseits der Touristenpfade.

Wie bei Masoala Touren üblich, hatte auch unser Masoala Trekking Abenteuer im kleinen Provinzstädtchen Maroansetra seinen Ursprung. Wir trafen auf die Crew und den Guide, welche uns die nächsten Tage begleiten würden. Mit schwer beladenem Boot, schliesslich musste der gesamte Proviant für die nächsten vier Tage sowie die ganze Campingausrüstung mitgenommen werden, fuhren wir los Richtung Masoala Gebiet. Die nächsten Tage sollten sämtliche Erwartungen übertreffen.

Zum Ende der Bootsfahrt hielten wir direkt bei einem kleinen Dorf, wo unsere Waren entladen wurden. Während die Crew die letzten Vorbereitungen für das Trekking traf, konnten wir zusammen mit dem Guide das Dorf besichtigen. Wir begegneten einer neugierigen, aber sympathisch zurückhaltenden Dorfbevölkerung. Eine Aufgabe des Guides ist es auch die Bevölkerung über unseren Grund der Anwesenheit zu informieren. Die Dorfbevölkerung soll sensibilisiert werden, dass Touristen nur dann das Gebiet besuchen, wenn sie auf einen intakten Wald treffen.

DSC_9296_Web.jpg

So erhält jeder Dorfchef entlang der Route einen kleinen finanziellen Zustupf, was helfen soll die illegale Abholzung einzudämmen. Dieser Betrag ist übrigens ein Bestandteil des Tourpreises. Lokale Produkte werden direkt bei den Bewohnern gekauft, damit sie ein Einkommen aus dem Tourismus generieren können. Viele der Dörfer liegen in einer sogenannten Pufferzone des eigentlichen Masoala Nationalparks, wo eine sanfte Bewirtschaftung erlaubt bleibt. Es werden unter anderem Reis, Vanille und Gewürznelken angebaut. Als Gegenleistung darf die Bevölkerung die Kernzone des Nationalparks nicht nutzen. 

DSC_9505_Web.jpg

Die spektakulärste Seite der Natur

DSC_9360_Web.jpg

Die nächsten vier Tage standen nun intensive Wanderungen auf dem Programm, mit bis zu acht Stunden langen Tagesetappen. Die Masoala Halbinsel liegt in einem sehr bergigen Gebiet, unterbrochen durch zahlreiche Bäche, die von den Gipfeln ins Meer münden. Diese müssen konstant durchwatet werden, da der Weg die Bäche immer wieder kreuzt. Teilweise ist sogar das Bachbett selber gleichzeitig der Wanderweg. Andererseits bieten die Bäche immer wieder die Gelegenheit für ein erfrischendes Bad.

Der Pfad brachte uns immer wieder aus dem Wald heraus und zu unserer grossen Überraschung stiessen wir dabei oft auf malerische Buchten mit atemberaubenden Traumstränden. Da sich sowieso nur sehr selten Touristen in dieses Gebiet verirren, gemäss unserem Guide wurde diese Trekkingtour im selben Jahr viermal durchgeführt, sind die Strände Menschenleer und man kann sie völlig für sich alleine geniessen. In der Nähe solcher Strände und kleiner Dörfer wurde jeweils auch das Nachtlager aufgeschlagen. Vor unserer Ankunft am Etappenziel hatte die Crew das Zelt jeweils bereits aufgestellt, so dass wir uns gleich erholen konnten.

DSC_9452_Web.jpg

Danach wurde meistens das lokale Dorf besucht und mit den Bewohnern interagiert. Da die Dörfer nur sehr selten besucht werden, sind diese Begegnungen vollkommen authentisch und stellen einen weiteren zusätzlichen Höhepunkt dieser Reise dar. 

DSC_9291_Web.jpg

Logieren am Traumstrand

Am fünften Tag haben wir nach einem weiteren anspruchsvollen Tag die Eco Lodge Chez Arol erreicht. Die Lodge befindet sich direkt hinter der Bucht von Tampololo, einem weiteren Traumstrand und ist rund umgeben von Wald. Zudem liegt vorgelagert ein kleines Meeresschutzgebiet, wo wunderbar im Korallenriff geschnorchelt werden kann. In diesem Gebiet befinden sich noch weitere Lodges, von wo aus stationär geführte Tagesausflüge in den Masoala Nationalpark gemacht werden können. 

Wer möchte, kann sich am nächsten Tag noch einmal in den primären Regenwald auf die Suche nach Lemuren begeben oder einfach die Seele am Strand baumeln lassen. Am siebten Tag geht es dann mit dem Boot zurück nach Maroansetra. Unterwegs wird noch die kleine Insel Nosy Mangabe besucht, welche ebenfalls Bestandteil des Masoala Nationalparks ist. Der Park wurde gegründet, um den vom Aussterben bedrohten Aye Aye Lemuren (Fingertieren) eine Heimat zu geben. Nach einer Übernachtung in Maroansetra endete am nächsten Tag das Abenteuer und per Flug ging es zurück in die Hauptstadt Antananarivo.

DSC_9421_Web.jpg

DSC_9610_Web.jpg

Wie erwähnt sind die Etappen lang, das Gelände anspruchsvoll und die Luftfeuchtigkeit hoch. Ein gewisser Fitnesslevel und die Bereitschaft im Zelt zu übernachten sind daher Voraussetzungen für diese Tour. Der Aufwand wird mit atemberaubenden Landschaften, einer faszinierenden Tierwelt, authentischen Begegnungen mit liebenswürdigen Dorfbewohnern und menschenleeren Traumstränden belohnt. Diese Traumreise werden Sie garantiert nie mehr vergessen! 

Claudio Juen