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Unsere Mitarbeiterin Maria Kressler bereiste das bezaubernde Binnenland im Süden Afrikas. Tief beeindruckt von der Vielseitigkeit dieses einzigartigen Land, den herzlichen Menschen, den abwechslungsreichen Landschaften und der grossartigen Tierwelt kehrte Sie zurück und erzählt Ihnen von ihren ganz persönlichen Erlebnissen. Lassen Sie sich von ihren Eindrücken inspirieren!

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Flug-Safari in Zimbabwe

Neue Lieblingsdestination

Meine neue “Lieblingsdestination” im südlichen Afrika heisst Zimbabwe. Im Mai hatte ich die Möglichkeit und das grosse Glück, Zimbabwe bzw. einen Teil des Landes kennenzulernen. Ich wusste nicht wirklich, was mich erwartet, habe mich aber sehr auf dieses für mich neue Reiseziel gefreut. Mir war bewusst, dass ich viele Safaris unternehmen würde und es ähnlich wie z.B. in Botswana sein könnte. Doch Zimbabwe ist anders, ganz anders und ein ganz besonderes Reiseziel. Ich bin verliebt in Land und Leute, in die Natur und die Tiere. Die Menschen, in Zimbabwe sind wunderbar und trotz ihrer teilweise schwierigen Lebensumstände geduldig und optimistisch. Die Landschaften sind vielseitig und bieten immer wieder Neues fürs Auge. Und da ist natürlich noch die sensationelle Tierwelt, die das Herz jedes Safari-Fans höherschlagen lässt. Das Guiding gehörte zum Besten, was ich in Afrika je erlebt habe.

Victoria Falls

Der ideale Ort am Anfang oder Ende einer Reise, um die Victoria Fälle zu geniessen, aktiv zu sein oder einfach, um die Seele bei einer Bootsfahrt auf dem Zambezi baumeln zu lassen. Ein Besuch der Victoria Falls lohnt sich speziell in unserem Frühjahr und Sommer. Dann führen die Fälle sowohl in Zimbabwe als auch in Zambia viel Wasser und das Erlebnis ist eindrücklich. Richtung Herbst trocknet die Zambia-Seite aus.
 
Mit dem Elephant Express ging meine Reise von Dete Richtung Süden zum Bomani Camp. Die Zugfahrt ist ein Erlebnis. Das Schienennetz in Zimbabwe ist gut und wird sowohl für den Gütertransport als auch vom eleganten Rovos Rail benutzt. Bei Gegenverkehr heisst es warten, bis der entgegenkommende Zug vorübergefahren ist. Die Fahrt führt am Hwange NP entlang und Tierbeobachtungen oder auch mal durch Tiere blockierte Schienen gehören zum Reiseerlebnis.

Hwange National Park

Im Hwange NP hatte ich die Möglichkeit verschiedene Gebiete des Parks kennenzulernen. Der Süden ist zum Teil weitläufiger, mit offenen Flächen, wo hingegen der Norden teils buschiger ist und immer wieder Gruppen von Felshügeln zu finden sind. Auf Gamedrives und während Safaris zu Fuss erkunden wir den Park. Viele künstliche Wasserstellen stehen den Tieren während den trockenen Monaten zur Verfügung. Der Hwange NP ist mit über 14.600km² der grösste NP Zimbabwes und liegt im Westen des Landes, an der Grenze zu Botswana. Die Tiervielfalt im Park ist beeindruckend, ganz gleich, ob man zu Fuss, mit dem Auto unterwegs ist, oder die Tiere vom Camp aus beobachtet.

Lake Kariba

Per Kleinflugzeug geht es zum Lake Kariba. Pilot Nick erklärt alle wichtigen Details, natürlich weist er auch auf die Regeln zum Gepäck hin. Weiche Taschen möglichst ohne Rollen sind ein Muss! Wir verlassen den Hwange NP und fliegen ca. 1.15h Richtung Nordwesten. Allein die Sicht vom Flugzeug über diesen riesigen Stausee ist atemberaubend. Im Landanflug sind am Ufer grosse Büffel- und Elefantenherden zu sehen, Hippos strecken im seichten Ufer den Kopf aus dem Wasser. Tote Baumstämme ragen aus dem See.

Aus meiner Sicht bietet sich ein Aufenthalt am Lake Kariba zum Entspannen zwischen den Safaris oder am Ende einer Reise an. Klassische Gamedrives sind auch hier möglich und natürlich Bootsfahrten auf dem See und Buschwanderungen. Wir wurden beim Sonnenuntergang mit einem Lagerfeuer am See überrascht. Eine traumhafte Kulisse.
 
Der Lake Kariba ist der grösste von Menschenhand erschaffene See der Erde. Flächenmässig ist er der fünftgrösste Stausee der Welt. Durch das ansteigende Wasser wurden während der «Operation Noah» mehr als 6000 grosse und kleine Tiere umgesiedelt und gerettet.

Mana Pools Nationalpark

Mit einem weiteren Flug geht es über den Staudamm von Kariba und die dahinterliegenden Berge zum Mana Pools NP. Er liegt ebenfalls im Nordwesten Zimbabwes an der Grenze zu Zambia. Der Zambezi-Fluss schlängelt sich durch die Landschaft und ist die Lebensader dieses Gebietes. Im Fluss sind immer wieder Inseln und Sandbänke zu sehen. Das Ufer besteht teilweise aus steilen Abhängen.

Der Park umfasst ein Gebiet von ca. 2500 km² und zählt zum UNESCO Weltnaturerbe. Der Name des Parks bezieht sich auf 4 grosse Wasserbecken. In der Sprache der Shona bedeutet «mana» vier. Das Wasser zieht die Tiere an und viele Beobachtungen sind am Flussufer möglich. Grosse Elefantenherden durchqueren den Fluss immer wieder und auch Hippos sind oft tagsüber ausserhalb des Wassers zu sehen. Wild Dogs, Leoparden, Hyänen und Löwen haben wir ebenfalls beobachtet. Ein Rudel mit 8 Löwen befand sich nur ca. 500m vom Camp entfernt.
 
Auch hier habe ich verschiedene Bereiche des Parks kennenlernen dürfen. Zwei Camps liegen direkt am Fluss und eines verborgen im Dickicht mit einem grossen Wasserloch. Die Vielseitigkeit ist enorm. Neben klassischen Gamedrives habe ich Safaris zu Fuss, per Boot und per Kanu unternommen. Die Perspektivwechsel sind klasse.
Ich habe viele Hotels, Lodges und Camps gesehen und darin gewohnt. Die Vielseitigkeit ist immens. Es ist für jedermann/frau etwas dabei, ob Expeditionscamp mit Eimerdusche, grosszügige Chalets mit Blick auf den See bzw. Fluss oder gediegenes Luxuscamp mit wenigen Zelten. Ganz gleich an welchem Ort, die Verpflegung und das Guiding sind ausgezeichnet.
 
Leider geht jede Reise einmal zu Ende, so auch meine durch dieses wunderbare Land. Meine erste Zimbabwe-Reise war sicher nicht meine Letzte…

 

Maria Kressler

Mehr Infos zu Zimbabwe

Mai 2019