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Maria Kressler

Unterwegs in Namibia

Im Februar und März bereiste unsere Afrika-Expertin, Maria Kressler, während rund 5 Wochen Namibia. Fasziniert und tief beeindruckt kam sie zurück und erzählt nun ganz persönlich von ihren Eindrücken. Lassen Sie sich in eine Welt entführen - voller Farben und Formen, Licht und Schatten, einsamen Weiten und eindrücklichen Begegnungen mit Mensch und Tier.

Highlights Namibias - Mietwagenrundreise 

Sehr kurzfristig und mit allem rechnend habe ich im Januar eine Mietwagenrundreise durch Namibia geplant. Normalerweise ist dann bei uns Messezeit und an Reisen ist nicht zu denken. Derzeit ist alles anders und ich hatte das grosse Vergnügen, mich 4.5 Wochen mit einer Freundin auf den Weg zu machen. Die Vorfreude, die ich sonst vor meinen Reisen kenne, war auf Grund der aktuellen Situation etwas gedämpft. Aber nur so lange, bis ich das negative Testergebnis bekam und die Reise beginnen konnte!

Namibia im Februar/März zu bereisen ist eher ungewöhnlich. Dann ist Regenzeit und es kann immer wieder zu Niederschlägen kommen. Zudem ist Namibia dann viel «grüner» als wir es vielleicht aus Reiseberichten oder von Fotos kennen. Nichts destotrotz habe ich das Abenteuer gewagt und bin mit ganz viele wunderbaren Erlebnissen und Erinnerungen im Gepäck zurückgekehrt. Die schönsten Erlebnisse habe ich zusammengetragen, um sie mit Ihnen zu teilen…

Die Regenzeit in diesem Jahr ist sehr heftig ausgefallen. Viele Orte standen sprichwörtlich unter Wasser, dazu gehörten u.a. Bereiche der Kalahari und auch Sossusvlei. Die Schotterpisten waren jedoch erstaunlich gut zu befahren und wurden gut in Stand gehalten.

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Namib Rand

Mein erstes Highlight war der Besuch im Namib Rand Gebiet. Hier war ich vor 10 Jahren das erste Mal und schon damals völlig verzaubert von den roten Sanddünen, den Feenkreisen und der einzigartigen Natur. Während der Regenzeit hatte sich die Wüste gewandelt und überall waren Blumenteppiche zu finden und die Gräser standen hoch. Ein unvergessliches Bild. Die neue Kwessi Dune Lodge im Norden dieses Gebietes war der perfekte Platz um dieses Naturschauspiel zu erleben und geniessen. Eine Ballonfahrt über das Gebiet durfte dabei natürlich nicht fehlen.

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Sandwich Harbour

In Swakopmund hatte ich die Gelegenheit die «Sandwich Habour» Tour zu unternehmen. Das Wetter war leider nicht optimal, was das Erlebnis in den Dünen und am Meer nicht schmälerte. Treffpunkt war der Hafen in Walvis Bay südlich von Swakopmund, wo unser Guide Ekki uns bereits erwartete. Die Tour führte ins Sperrgebiet südlich von Walvis Bay zwischen Dünen und Meer entlang. Unglaubliche Dünenlandschaften, Tierbeobachtungen, Adrenalinkicks, spannende Geschichten und ein feines Picknick gehörten zu diesem Erlebnis.

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Gin Tasting 

Ein Gin Tasting stand in Swakopmund ebenfalls auf dem Programm. Lachend Ich bin ein Gin-Fan und es war eine Freude Sandy, der Besitzerin der Destillerie, zu lauschen und natürlich zu verkosten. Das Tasting wurde so aufgebaut, dass sich der Geschmack je nach neuer Zutat – erst Gin pur, dann mit Eis, dann mit Tonic und letztlich mit Limette – veränderte. Cheers!

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Shipwreck

In meine Reise habe ich neben altbekannten Orten auch viele neue eingeplant. Ein für mich unbekanntes Gebiet war die Skeleton Coast und das Hoanib Valley. Unvergesslich war bereits die Anfahrt zur Shipwreck Lodge an der Skeleton Coast. Strahlender Sonnenschein und viele Fotostopps später erreichten wir Möwe Bay, wo bereits ein Guide auf uns wartete, um uns zur Lodge zu begleiten. Die Strasse via Torra Bay und Terrace Bay war super zu befahren, hin und wieder kamen uns Angler mit ihren Autos entgegen. Die letzten Kilometer bis Möwe Bay waren Sandpiste, teilweise tiefsandig. In Möwe Bay gibt es eine Forschungsstation, ein kleines Museum und eine Seelöwen-Kolonie. Hier wurden am Strand auch schon Löwen auf Robbenjagd gesichtet. Auf der 68km langen Strecke bis zur Lodge gibt es viel zu sehen. Die Skeleton Coast trägt ihren Namen nicht ohne Grund – viele Schiffe sind an dieser Küste gesunken und die Schiffwracks liegen teilweise nach wie vor am Strand. Das Gebiet ist unwirtlich, windumtost und wild. Die Dünen reichen teilweise bis zum Meer und die nächsten Siedlungen liegen weit entfernt.

In der Shipwreck Lodge wurden wir bereits mit einem Welcome Drink erwartet. Die einzelnen Chalets der Lodge wurden Schiffwracks nachempfunden und bieten jeden Komfort, den man sich wünschen kann. Allein die Aussicht aus jedem Zimmer ist sensationell. Unser Guide Shimmy brachte uns während unseres Aufenthaltes dieses Gebiet näher und die Zeit verging viel zu schnell, bevor wir uns ins Hinterland zum Hoanib Valley aufmachten.

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Hoanib

Um uns in dieser Gegend zurecht zu finden, wurden wir ein Stück des Wegs begleitet, bevor wir unseren nächsten Guide in Amspoort beim Hoanib Flussbett trafen. Es besteht die Möglichkeit, die beiden Gebiete mit dem Kleinflugzeug miteinander zu verbinden oder selbst zu fahren. Bei einem Selfdrive empfehle ich einen begleiteten Transfer, da die Strassen in keiner Karte zu finden sind.

Als wir ins Flussbett einbogen, haben wir die ersten Wüstenelefanten gesehen, gefolgt von Giraffen und Antilopen. Das Hoanib Valley Camp liegt ein Stück vom Flussbett entfernt. Bei mehr als 40°C wurden wir mit einem erfrischenden Drink willkommen geheissen. Die Zelte des Camps sind sehr geschmackvoll und grosszügig gestaltet. Ein Pool sorgt für Abkühlung, der Küchenchef verwöhnte uns und sobald die Temperaturen etwas sanken, gingen wir auf Game Drive im Flussbett. Auch die für diese Region bekannten Wüstenlöwen haben wir nach langer Suche gefunden. Einen interessanten und spannenden Austausch haben wir – dank der Übersetzung unseres Guides – beim Besuch eines kleinen Himba-Dorfs erlebt. Das Volk der Himbas ist in dieser Region Namibias anzutreffen.

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Etosha Nationalpark

Ein Besuch des Etosha Nationalparks durfte natürlich nicht fehlen. Von West nach Ost sind wir durch den Park gefahren und haben so allerlei erlebt. Im westlichen Teil sind wir grossen Gnu- und Zebraherden mit vielen Jungtieren begegnet. Meine besondere Freude galt den Nashörnern, die wir u.a. von unserem Zimmer im Dolomite Camp beobachtet haben. Da war das Abendessen schnell vergessen… Im südlichen Teil des Parks gab es dieses Mal nicht viel zu sehen, dafür im östlichen wieder. Nördlichen vom Halali Camp gibt es eine Stelle (Etosha Lookout), wo wir direkt an die Salzpfanne kamen und ein paar lustige Fotos entstanden sind. In der Mushara Lodge, ausserhalb des Nationalparks, wurden wir mit einem feinen Lunch verwöhnt. Hier haben wir das Auto stehen gelassen und einen Gamedrive mit Guide in den Park gebucht. Das hat sich gelohnt!

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Caprivi Streifen

Mein nächstes Highlight ist die Zambezi-Region, wie der Caprivi Streifen heute genannt wird. Hier war ich noch nie und wollte immer mal hin. Normalerweise planen wir die Reisen oft so, dass unsere Gäste und auch wir durch dieses Gebiet durchfahren und dann in Botswana enden. Das war zum Reisezeitpunkt auf Grund der aktuellen Situation jedoch nicht ratsam. Somit sind wir von Rundu zum Mudumu Nationalpark über die Popa Falls nach Grootfontein zurückgefahren. Im März gab es hier sehr viel Wasser und Tiere haben wir leider nicht viele gesehen. Dennoch haben wir viel Schönes erlebt, tolle Begegnungen und unvergessliche Momente gehabt. Diese Region ist sehr dicht besiedelt, weshalb auf den Strassen viele Menschen zu Fuss mit dem Fahrrad oder auch mit einem Ochsenkarren unterwegs sind. Nicht zu vergessen die Kuh- und Ziegenherden und Wildtiere, die die Strasse überqueren. Die riesigen Schlaglöcher (auf Grund der Regenzeit) möchte ich nicht unerwähnt lassen… Kurz, die Zeit hier würde ich auch als abenteuerlich beschreiben und ich möchte unbedingt zu einer anderen Jahreszeit nochmal hierherkommen.

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Grootfontein

Das fruchtbare Dreieck zwischen Tsumeb, Otavi und Grootfontein wird oft übersehen, obwohl es hier einiges zu entdecken gibt. Meine Aufmerksamkeit galt dem Alten Fort, welches heute ein Museum beherbergt und dem Hoba-Meteorit. Er ist der bislang grösste auf der Erde entdeckte Meteorit und befindet sich unweit von Grootfontein entfernt.

Das Alte Fort wurde 1896 von der damaligen Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika erbaut und ist heute ein privat geführtes Museum. Mit viel Liebe und Passion wurden die Ausstellungsstücke aus der deutschen Kolonialzeit zusammengetragen und ausgestellt. Zudem ist dort eine der grössten Mineraliensammlungen des Landes zu bestaunen. Wer sich für die Gesichte Namibias interessiert und ein bisschen eintauchen möchte, ist hier genau richtig.

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Waterberg

Mein nächstes Ziel ist der Waterberg. Auf Empfehlung nahmen wir nicht die Hauptstrasse (B1), sondern eine Nebenstrasse, die uns von hinten zum Waterberg führte. Wir fuhren vorbei an abgelegene Farmen, durch Kuh- und Pferdeherden und das erste Mal auf dieser Reise durch strömenden Regen. Viele Viehzäume wurden geöffnet und geschlossen und unserem Auto sah man endlich an, dass Regenzeit war und wir keine Pfützen scheuten. Näher zum Ziel liess der Regen nach und das Waterberg Plateau zeigte sich in seiner schönsten Pracht. Aus meiner Sicht ein lohnenswertes Ziel, wenn man gern wandert und Nashörner aus der Nähe beobachten möchte. Die Unterkünfte sind einfach, aber die Erlebnisse dafür unvergesslich.

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Windhoek

Windhoek – die Hauptstadt Namibias. Fast jeder Namibiareisende kommt hier an und verlässt die Stadt schnell wieder. Ich habe mir etwas Zeit für eine Führung durch die Stadt genommen. Mit unserer Reiseleiterin sind wir eingetaucht in Geschichte, Kultur, Kulinarik und haben viel über Land und Leute erfahren. Ich fand es super und für uns war es ein schöner Abschluss, neben einem feinen Znacht im Stellenbosch Restaurant.

 

 

 

 

Mehr Infos zu Namibia

Maria Kressler

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März 2021