Nadine Eberle

Reise nach Südafrika

Im März reiste unsere Afrika-Expertin Nadine Eberle durch drei aussergewöhnliche Regionen Südafrikas – von den weitläufigen Waterbergen im Marataba Game Reserve über die stille Wildnis des Lapalala Wilderness Reserve bis zur rauen Küstenlandschaft des De Hoop Nature Reserve. Begeistert von intensiven Safari-Erlebnissen, engagiertem Naturschutz und unvergesslichen Begegnungen mit der Tierwelt teilt sie hier ihre persönlichen Eindrücke.

Wildnis, Weite, Verantwortung:
Drei aussergewöhnliche Orte in Südafrika

Im März bereiste ich erneut das faszinierende Südafrika und kehrte begeistert und voller neuer Eindrücke zurück. Meine Reise führte mich zunächst in den Norden des Landes und anschliessend in die Kapregion. In diesem Bericht nehme ich Sie mit zu drei persönlichen Highlights – und zeige, wie sich Luxus und Komfort mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Tierwelt verbinden lassen.

Marataba Game Reserve – spektakuläre Kulisse

Mein Aufenthalt im Marataba Game Reserve im Marakele Nationalpark war weit mehr als eine klassische Safari. Eingebettet in die beeindruckenden Waterberge vereint Marataba unberührte Natur, exklusiven Komfort und engagierten Schutz von Tier und Landschaft – und das nur rund fünf Fahrstunden von Johannesburg entfernt.

Schon bei der Ankunft wird spürbar: Dieser Ort ist etwas ganz Besonderes. Weite Landschaften, eine faszinierende Tierwelt und eine Stille, die sofort entschleunigt, machen Marataba zu einer der eindrucksvollsten malariafreien Safari-Destinationen im südlichen Afrika.

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Zwei Lodges, zwei Perspektiven

Während meines Aufenthalts durfte ich sowohl die Marataba Safari Lodge als auch die Marataba Mountain Lodge erleben – zwei Orte mit jeweils eigenem Charakter.

Die Safari Lodge eignet sich besonders für Familien und bietet ein klassisches Safari-Erlebnis: stilvolle Zelte, offene Architektur und unmittelbare Nähe zur Tierwelt. Von hier aus starten die täglichen Pirschfahrten, bei denen Elefanten, Giraffen und Löwen oft nur wenige Meter entfernt beobachtet werden können. Geführte Buschwanderungen und Bootsfahrten ergänzen das Angebot und ermöglichen spannende Einblicke in die Natur aus einer anderen Perspektive.

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Die Mountain Lodge liegt abgeschieden hoch oben in den Bergen und begeistert mit spektakulären Ausblicken sowie maximaler Privatsphäre. Wanderungen in der eindrucksvollen Landschaft, Safaris oder einfach das bewusste Geniessen der Stille machen diesen Ort zu einem besonderen Rückzugsort.

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Meine persönlichen Highlights

Besonders eindrücklich waren für mich die Sonnenaufgänge in den Waterbergen: Wenn die ersten Strahlen die Felsformationen in ein intensives Rot tauchen, entsteht eine magische Atmosphäre.

Auch die Vielzahl an Nashorn-Sichtungen war überwältigend – so nah erlebt man diese majestätischen Tiere nur selten. Dazu kamen zahlreiche Löwenbegegnungen, die jede Pirschfahrt zu einem besonderen Moment machten. Das absolute Highlight jedoch war die Sichtung eines Karakals: Diese seltene und scheue Wildkatze ist selbst für erfahrene Safari-Gäste ein aussergewöhnliches Erlebnis.

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Engagement für Tier- und Landschaftsschutz

Marataba ist nicht nur ein Paradies für Safari-Liebhaber, sondern auch ein Vorreiter im Bereich Naturschutz. Im Mittelpunkt stehen bedrohte Arten wie Nashörner, Elefanten und Grosskatzen – geschützt durch Monitoring-Programme, Anti-Wilderei-Massnahmen und wissenschaftliche Projekte, die gleichzeitig faszinierende Einblicke ermöglichen.

Das Reservat arbeitet zudem eng mit lokalen Gemeinschaften zusammen: Arbeitsplätze, Ausbildung und die Einbindung regionaler Partner schaffen echten Mehrwert für die Menschen vor Ort. Abgerundet wird das Konzept durch einen ressourcenschonenden Lodge-Betrieb – von Solarenergie bis hin zu lokal bezogenen Produkten.

Lapalala Wilderness Reserve – Luxus und Pangolin-Schutz

Im Anschluss führte mich eine rund dreistündige Fahrt ins weniger bekannte Lapalala Wilderness Reserve. Das über 50’000 Hektar grosse Schutzgebiet beherbergt nur wenige Lodges, zwei davon gehören zur Lepogo Collection, die zu 100 % als Non-Profit-Organisation geführt wird. Sämtliche Einnahmen fliessen zurück in den Natur- und Artenschutz – Massentourismus ist hier bewusst kein Thema.

Noka Camp – ein Traum wird wahr

Drei Nächte im aussergewöhnlichen Noka Camp hinterliessen einen bleibenden Eindruck. Die fünf grosszügigen Villen – je rund 150 m² – sind spektakulär an eine Klippe gebaut und bieten einen atemberaubenden Ausblick auf den Palala-Fluss. Grosse Panoramafenster lassen die Natur in jeden Raum eintreten und machen sie zu einem Teil des gesamten Wohnerlebnisses.

Stilvolles Design, höchster Komfort und viel Privatsphäre zeichnen die Villen aus. Ob auf der eigenen Terrasse, beim Blick in die Weite oder beim Entspannen im privaten Plunge Pool – die Lodge selbst wird hier zum Erlebnis.

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Von hier aus starten Pirschfahrten und geführte Wanderungen entlang des Flusses. Gemeinsam mit erfahrenen Rangern gewinnt man faszinierende Einblicke in die Tierwelt und die Besonderheiten dieses kaum besuchten Reservats.

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Meine persönlichen Highlights

Unvergesslich bleiben die weiten Ausblicke von den Villen auf den Fluss – eine Kulisse, die zu jeder Tageszeit beeindruckt.

Auch kulinarisch überzeugt das Noka Camp auf höchstem Niveau: frisch zubereitete, regional inspirierte Gerichte, liebevoll präsentiert und oft unter freiem Himmel serviert. Ein Abendessen unter dem Sternenhimmel rundet jeden Tag auf besondere Weise ab.

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Pangolin Conservation & Engagement für Tiere

Ein zentrales Element im Lapalala Wilderness Reserve ist das Pangolin-Schutzprojekt. Pangoline zählen zu den am stärksten bedrohten Säugetieren weltweit. Lepogo arbeitet deshalb eng mit Forschenden zusammen, um ihre Populationen zu überwachen und sie vor Wilderei zu schützen.

Gäste erhalten dabei spannende Einblicke in diese wichtige Arbeit und lernen die Lebensweise dieser faszinierenden, aber kaum bekannten Tiere kennen. Es wird rasch deutlich, welchen echten Beitrag ein Aufenthalt vor Ort leisten kann. Wer mehr über Pangoline erfahren möchte: Die Netflix-Dokumentation «Pangolin: Kulus Weg», gedreht im Lapalala Wilderness Reserve, ist sehr sehenswert.

Meer, Dünen und Fynbos – De Hoop Nature Reserve

In einer ganz anderen Region Südafrikas liegt die Morukuru Beach Lodge im De Hoop Nature Reserve – ein Ort, der durch seine Weite, Ursprünglichkeit und besondere Stille beeindruckt. Fernab vom Trubel entfaltet sich eine traumhafte Küstenlandschaft aus endlosem Fynbos, sanft geschwungenen Sanddünen und der grenzenlosen Weite des Ozeans – nur rund vier Fahrstunden von Kapstadt entfernt.

Home away from Home

Die stilvolle Lodge fügt sich harmonisch in die umliegende Natur ein. Klare Linien, natürliche Materialien und grosse Fenster schaffen eine helle, entspannte Atmosphäre mit freiem Blick in die Landschaft. Die grosszügigen Suiten bieten viel Komfort und Privatsphäre – und doch entsteht schon bei der Ankunft das Gefühl, als wäre man zu Hause angekommen. Die herzliche, familiäre Atmosphäre und der persönliche Service sorgen dafür, dass man sich sofort willkommen fühlt.

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Nur wenige Schritte trennen die Lodge vom rauen Ozean. Die Aktivitäten konzentrieren sich ganz auf das bewusste Naturerlebnis: lange Spaziergänge entlang der Küste, Erkundungen der beeindruckenden Dünenlandschaft oder geführte Ausflüge durch die einzigartige Vegetation des Reservats.

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Meine persönlichen Highlights

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der geführte Nature Walk, bei dem wir faszinierende Einblicke in die Pflanzen- und Tierwelt der Region gewannen. Wie vielfältig dieses Ökosystem ist, wurde durch die fundierten Erklärungen des Guides eindrücklich spürbar.

Ein weiteres Highlight war das Sandboarding in den Dünen – gefolgt von einem stimmungsvollen Sundowner mitten in der Dünenlandschaft, der diesen Moment perfekt abrundete.

Doch auch die ruhigen Stunden haben diesen Aufenthalt geprägt: Ein Buch in der gemütlichen Sitzecke zu lesen, durch das grosse Panoramafenster in die Natur zu schauen und einfach nichts zu tun – das war pure Entschleunigung.

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Schutzgebiet und Meeresschildkröten

Das De Hoop Nature Reserve gehört zum Cape Floral Kingdom und zählt zu den bedeutendsten Biodiversitätsregionen weltweit. Auf rund 34'000 Hektar bietet die Landschaft zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum.

Die Morukuru Goodwill Foundation engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich Naturschutz und lokale Entwicklung. Leitend ist dabei ein «Low Impact – High Yield»-Ansatz, der zurückhaltenden Tourismus mit dem Schutz dieses empfindlichen Ökosystems verbindet. Die Lodge wurde unter strengen Umweltauflagen errichtet und wird vollständig mit Solarenergie sowie einer eigenen Wasserversorgung betrieben.

In Zusammenarbeit mit der Two Oceans Aquarium Foundation werden zudem Projekte zum Schutz bedrohter Meeresschildkröten unterstützt. De Hoop ist inzwischen ein offizieller Ort für Schildkrötenfreilassungen – eine berührende Verbindung von Naturerlebnis und aktivem Artenschutz.

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Nadine Eberle

März 2026