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Xenia Graf

Reise durch Zimbabwe

Im November bereiste unsere Afrika Expertin, Xenia Graf, Zimbabwe auf einer dreiwöchigen Reise. Nach einer luxuriösen Flugsafari mit African Bush Camps entdeckte sie das Land anschliessend auf einem abenteuerlichen Selfdrive von Victoria Falls nach Harare.

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Flugsafari mit African Bush Camps 

Meine Reise mit African Bush Camps führt mich auf eine eindrückliche Flugsafari durch Zimbabwe bis nach Zambia – mit Stopps in Mana Pools, Lake Kariba, dem Hwange Nationalpark und den Victoriafällen. Eine Reise, die zeigt: Afrika ist unberechenbar – und genau das macht es so besonders. 

Mana Pools

Der Auftakt in Mana Pools ist intensiv. Bereits im November setzt der Regen ungewöhnlich früh ein und verwandelt die Savanne in eine rutschige, fast surreal wirkende Landschaft – Autofahren fühlt sich stellenweise an wie auf Seife.

Unser Weiterflug kann wetterbedingt nicht stattfinden, sodass wir ungeplant eine zusätzliche Nacht im Nyamatusi Camp verbringen. Ehrlich gesagt: Es gibt deutlich schlimmere Orte, an denen man „feststecken“ kann.

Das Camp ist wunderschön gelegen und bietet ein authentisches, gleichzeitig sehr komfortables Safari-Erlebnis. Die Tierbeobachtungen sind spektakulär: Elefanten auf den Hinterbeinen, Löwen aus nächster Nähe und eine unvergessliche Kanufahrt auf dem Zambezi mit Sundowner-Apéro.

Für mich persönlich ist der verlängerte Aufenthalt sogar ein Glück im Unglück. Ich fange mir gleich zu Beginn eine Mageninfektion ein und bin zwei Tage ausser Gefecht. Die Betreuung vor Ort ist jedoch beeindruckend professionell: Ein Medical Assistant kümmert sich direkt im Camp um mich, zusätzlich gibt es regelmässige Video-Calls mit einer Ärztin aus Südafrika. Dank Antibiotika und Infusionen geht es mir bald wieder besser, und ich kann wieder mit der Gruppe unterwegs sein. Diese Erfahrung zeigt mir: Selbst in abgelegenen Regionen ist die medizinische Versorgung der ABC Camps auf hohem Niveau gewährleistet.

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Bumi Hills – Magischer Blick über den Lake Kariba

Sobald sich das Wetter bessert, können wir weiterfliegen – unser Ziel ist das Bumi Hills Camp am Lake Kariba. Auch wenn unser Aufenthalt verkürzt ist, lohnt sich jeder Moment.

Die Aussicht vom Zimmer und vom Pool über den riesigen See ist schlicht spektakulär. Ein Highlight ist die Bootsfahrt zum Sonnenuntergang – ein klassischer afrikanischer Moment, der in Erinnerung bleibt.

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Somalisa Expeditions – Elefanten hautnah im Hwange Nationalpark

Weiter geht es in den Hwange Nationalpark ins Somalisa Expeditions Camp – ein echtes Busch-Erlebnis mit viel Charme und Authentizität.

Besonders eindrücklich sind hier die Elefanten, die regelmässig direkt am Pool trinken. Die Pirschfahrten sind abwechslungsreich, die Landschaft vielfältig und aussergewöhnlich grün, und auch geführte Buschwanderungen stehen auf dem Programm. Das Guiding ist durchweg auf höchstem Niveau.

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Thorntree River Lodge – Luxus am Zambezi

Zum Abschluss der Reise geht es zu den Victoriafällen und weiter nach Livingstone in die Thorntree River Lodge.

Diese Unterkunft zählt definitiv zu den schönsten der gesamten Reise: direkt am Fluss gelegen, ruhig, stilvoll und luxuriös – mit privaten Pools, exzellentem Essen und einer unglaublich entspannten Atmosphäre. Leider bleibt auch hier nur eine Nacht, bevor es zurück nach Victoria Falls geht und ich mich von der Gruppe verabschiede und für das nächste Abenteuer vorbereite.

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 Selfdrive von Victoria Falls nach Harare

 Nach dem luxuriösen Teil starte ich nun gemeinsam mit meiner Mutter und Schwester, welche heute in Zimbabwe eintreffen, das Abenteuer auf eigene Faust. Wir fahren selbst von Victoria Falls nach Harare.

Die Route führt uns vom abwechslungsreichen Hwange Nationalpark über die mystischen Matobo Hills bis in die abgelegene Wildnis des Gonarezhou Nationalparks – einer meiner absoluten Favoriten dieser Reise. Insgesamt sind wir 13 Tage unterwegs:

Hwange Nationalpark – grün und buschig

In Victoria Falls übernehmen wir unseren Mietwagen bei Europcar und machen uns auf den Weg Richtung Süden zurück in den Hwange Nationalpark, den grössten Nationalpark Zimbabwes. Einen Teil davon durfte ich bereits kennenlernen, diesmal steuern wir jedoch ein anderes Gebiet im eher nördlichen Teil des Parks an.

Die Landschaft ist aufgrund des Regens ungewöhnlich grün und buschig, sodass man kaum einen Überblick über die weiten Flächen hat und nur wenige Tiere sieht.

Wir verbringen zwei Nächte im familiären Chitubu Camp – einem authentischen Zeltcamp, in dem vor allem die Menschen vor Ort die besondere Magie ausmachen. Vom Camp Manager bis zum Kellner sind alle unglaublich herzlich und kümmern sich hervorragend um uns – die einzigen Gäste im Camp.

Unser Guide Sibs macht das Erlebnis zusätzlich besonders und zeigt uns trotz schwieriger Sichtverhältnisse im dichten Busch täglich Löwen, Geparden und Elefanten. Immer wieder steigen wir aus dem Fahrzeug und erkunden die Gegend zu Fuss, um auch den kleinen Dingen im Busch Aufmerksamkeit zu schenken.

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Sable Valley – Begegnungen mit grossen Herden

Etwas wehmütig verlassen wir unsere kleine „Familie“ im Chitubu Camp und fahren weiter Richtung Osten nach Sable Valley, einer privaten Konzession am Rand des Hwange Nationalparks.

Die Strassen durch den Park sind trotz der Wetterbedingungen mehr oder weniger gut befahrbar. Bei der Lodge können wir unser Fahrzeug wieder stehen lassen und die Konzession gemeinsam mit unserem Guide Calvin entdecken.

Von der Lodge aus blicken wir direkt auf ein offene Graslandschaft, welche regelmässig von grossen Herden Büffeln und Antilopen besucht wird. Es gibt ein kleines Hide, von dem aus man die Tiere aus nächster Nähe beobachten kann. Auch hier sind wir die einzigen Gäste und geniessen das Camp ganz für uns allein.

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Matobo Nationalpark – Granitfelsen und Nashörner

Weiter geht es in den Matobo Nationalpark – eine Landschaft aus spektakulären Granitfelsen und Hügeln, die über Millionen Jahre geformt wurden und heute zum UNESCO-Welterbe gehören.

Zuerst müssen wir jedoch die Route bezwingen, vor der uns alle gewarnt haben: die Strecke bis nach Bulawayo. So eine Strasse habe ich bis dahin noch nie selbst befahren. Es handelt sich zwar um eine Teerstrasse, allerdings gibt es mehr Schlaglöcher als Asphalt. 

Immer wieder werden Abschnitte gesperrt, um die Strassen zu erneuern. Die Umleitungen befinden sich jedoch ebenfalls in sehr schlechtem Zustand, sodass man unterwegs regelrecht Blut und Wasser schwitzt. Dazu kommen ständig entgegenkommende Trucks und andere Fahrzeuge – und wie in einem Computerspiel versucht jeder, den Löchern auszuweichen, egal auf welcher Strassenseite man fährt. Ein echtes Abenteuer.

Endlich in der Unterkunft angekommen, stellen wir fest, dass wir einen platten Reifen haben und unzählige Warnsymbole auf dem Fahrerdisplay aufleuchten. Glücklicherweise können wir das Fahrzeug für die nächsten zwei Tage stehen lassen und die Ausflüge mit den Guides der Lodge unternehmen.

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Neben faszinierenden Felsformationen entdecken wir hier nicht nur Wildtiere, sondern auch viel Kultur und Geschichte. Der Matobo Nationalpark gilt als spirituelles Zentrum Zimbabwes und beeindruckt mit historischen Stätten wie dem Grab von Cecil Rhodes, das spektakulär auf einem Granitfelsen liegt. Besonders eindrücklich ist zudem das Tracking von Nashörnern zu Fuss – ein intensives Erlebnis, bei dem wir den Tieren vorsichtig näherkommen.

Am Tag der Weiterreise fahren wir zurück nach Bulawayo und machen einen kleinen Umweg zum Flughafen, um unser Fahrzeug zu tauschen. Der platte Reifen konnte zwar von der Lodge repariert werden, allerdings leuchten weiterhin diverse Warnsymbole auf. Eine Fahrt zurück nach Harare erscheint uns mit diesem Fahrzeug daher undenkbar.

Glücklicherweise funktioniert alles unkompliziert, und wir können am Flughafen von Bulawayo ein neues Fahrzeug übernehmen und unsere Reise fortsetzen.

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Masvingo & Gonarezhou Nationalpark – das wilde Herz Zimbabwes

Auf dem Weg zum Gonarezhou Nationalpark machen wir einen kurzen Zwischenhalt bei Masvingo, nahe den Ruinen von Great Zimbabwe – einer geheimnisvollen historischen Stadt und bedeutenden archäologischen Stätte Afrikas.

Die massiven Steinmauern und Ruinen erzählen von einer hoch entwickelten Zivilisation, die hier vor Jahrhunderten lebte. Wir verbringen allerdings nur eine Nacht hier und machen uns bereits am nächsten Morgen früh auf den Weg zu unserem nächsten Ziel: dem Gonarezhou Nationalpark, was so viel bedeutet wie „Ort der vielen Elefanten“.

Hier dominieren dramatische Landschaften mit Flusstälern, Savannen und den spektakulären Chilojo Cliffs – roten Sandsteinfelsen, die hoch über dem Runde River aufragen.

Von der Chilo Gorge Safari Lodge aus unternehmen wir Pirschfahrten und Wanderungen. Besonders eindrücklich sind die Sonnenuntergänge über der wilden Landschaft sowie die Ruhe dieses abgelegenen Parks – ein Ort, an dem man die Wildnis noch sehr ursprünglich erlebt.

Die drei Nächte in der Chilo Gorge Safari Lodge gehören zu den absoluten Highlights unserer Reise. Die Lodge bietet eine unglaubliche Aussicht über den Fluss und den Park.

Unzählige Male beobachten wir Elefanten beim Durchqueren des Flusses – immer wieder ein herrliches Bild, wenn von den kleinen Babyelefanten nur noch der Rüssel aus dem Wasser ragt. Zudem können wir direkt von unserem Zimmerbalkon aus den Elefanten im Wasser zusehen.

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Eastern Highlands – grüne Berge und ruhiger Abschluss

Den Abschluss unserer Reise verbringen wir in Mutare bei den Eastern Highlands. Diese Region ist bekannt für ihre grünen Berge, Wälder und spektakulären Ausblicke. Viele nennen Mutare sogar das „Paradies Zimbabwes“.

Leider bleiben wir auch hier nur eine Nacht, bevor es zurück nach Harare geht, und kommen daher nicht wirklich in den Genuss dieser beeindruckenden Landschaft.

Die letzte Nacht verbringen wir in Harare, um am nächsten Tag rechtzeitig für unseren Rückflug nach Europa bereit zu sein.

Fazit

Diese Reise durch Zimbabwe bietet eine beeindruckende Mischung aus Safari-Abenteuern, spektakulären Landschaften und kulturellen Einblicken. Vom tierreichen Hwange über die mystischen Matobo Hills bis zur wilden Abgeschiedenheit von Gonarezhou zeigt sich das Land in seiner ganzen Vielfalt – authentisch, ursprünglich und voller unvergesslicher Momente.

Xenia Graf

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November/Dezember 2025