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Xenia Graf

Inselhopping auf den Seychellen

Im März bereiste Xenia Graf, Travel Expertin für Afrika & Indischer Ozean, die Seychellen individuell per Mietwagen und Fähre. Begeistert von den traumhaften Stränden, der üppig grünen Natur und der entspannten Atmosphäre berichtet Xenia von ihrer Reise. Besonders beeindruckt haben sie die herzliche Gastfreundschaft der Einheimischen sowie die Vielfalt der Inseln, die jede ihren ganz eigenen Charme versprüht.

Klassisches Inselhüpfen auf den Seychellen

Unsere Reise auf die Seychellen beginnt mit einem Flug mit Ethiopian Airlines – und überraschenderweise läuft alles völlig unkompliziert. Trotz der angespannten Lage im Nahen Osten verläuft die Anreise ruhig, entspannt und ohne Zwischenfälle oder Verspätungen.

Mahé

Auf Mahé angekommen, verbringen wir die ersten zwei Nächte im Avani + Barbarons im Westen und anschliessend zwei weitere Nächte im Norden im Carana Beach Hotel. Während unseres Aufenthaltes erkunden wir die Insel flexibel mit dem Mietwagen. Es ist März – eher Nebensaison auf den Seychellen – und das macht sich bemerkbar: Viele Orte wirken angenehm ruhig, was der Reise eine besonders entspannte Atmosphäre verleiht. In den ersten Tagen erleben wir noch einige kurze, teils heftige Regenschauer, meist in der Nacht oder nur von kurzer Dauer – danach klart es schnell wieder auf. Schon bald zeigt sich die Insel von ihrer schönsten Seite: strahlend sonnig, tropisch warm und einfach perfekt.

Die Insel ist erstaunlich hügelig, üppig grün und unglaublich vielseitig – hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neues, spektakuläres Panorama. Es fühlt sich fast magisch an, über die kurvigen Strassen zu fahren, vorbei an dichtem Dschungel, kleinen Dörfern und immer wieder mit Blick auf das tiefblaue Meer.

Zwischendurch machen wir einen Abstecher nach Victoria für einen kurzen Stadtbummel – charmant, überschaubar und bekannt als eine der kleinsten Hauptstädte der Welt.

Im Norden, rund um den Carana Beach, entdecken wir die ersten typischen Bilderbuchstrände der Seychellen: imposante Granitfelsen, sanft geschwungene Palmen und dieses leuchtende Türkis des Wassers, das man sonst nur von Postkarten kennt!

Ganz anders zeigt sich der Süden der Insel: An der Anse Intendance erwartet uns eine wilde, kraftvolle Kulisse. Der breite Strand, die starken Wellen und die fast unberührte Natur verleihen diesem Ort eine beeindruckende, fast dramatische Stimmung – rau, ursprünglich und wunderschön zugleich.

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La Digue

Danach geht es weiter – mit der Fähre über Praslin nach La Digue. Und ja: Seekrankheit lässt nicht lange auf sich warten. Die Überfahrt hat es wirklich in sich, aber kaum erreichen wir die Insel, ist alles wieder vergessen.

La Digue empfängt uns mit einer ganz besonderen Ruhe. Wir wohnen in einer kleinen, charmanten Selbstversorger-Unterkunft und bewegen uns mit dem Velo fort. Alles wirkt entschleunigt, leicht und unglaublich idyllisch. Mein persönliches Highlight: die Bikini Bottom Bar – mit den besten Smoothies überhaupt und einer Atmosphäre, die sofort zum Verweilen einlädt. Natürlich darf auch ein Besuch an der berühmten Anse Source d’Argent nicht fehlen: mit ihren ikonischen Granitfelsen, dem türkisfarbenen Wasser und der fast surrealen Kulisse zählt sie zu den schönsten Stränden der Welt, aber auch zu den beliebtesten. Es lohnt sich also morgens früh den Park zu besuchen, sollte aber die Öffnungszeiten beachten. Für Touristen fällt am Parkeingang eine kleine Gebühr an, welche man bar entrichtet. Anschliessend auf dem Weg zur Anse Source d’Argent fährt man an einer kleinen Vanille-Plantage sowie an einheimischen Riesenschildkröten vorbei. Wer möchte kann die Bucht auch per Kajak entdecken oder einfach die Seele an den verschiedenen Strandabschnitten baumeln lassen. Man findet immer wieder kleine Beach Bars, die allerdings nicht ganz günstig sind.

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Praslin

Nach entspannten 3 Tagen auf La Digue setzen wir mit der Fähre nach Praslin über – zum Glück nur eine kurze Fahrt von ca. 15 Minuten. Für drei Nächte checken wir im Raffles Seychelles ein – eine wunderschöne Anlage am Hang mit spektakulärer Aussicht aufs Meer und die Nachbarsinsel Curieuse. Perfekt zum Abschalten und Geniessen.

Auch auf Praslin sind wir wieder mit dem Mietwagen unterwegs und entdecken die Insel auf eigene Faust. Ein Besuch des Vallée de Mai – der Garten Eden der Seychellen - lohnt sich für eine Wanderung. Der besondere Palmenwald gehört zu den kleinsten UNESCO Weltnaturerben der Welt und ist die Heimat der endemischen Seychellenpalme «Coco de Mer».

Zudem bietet natürlich auch Praslin die schönsten Strände gesäumt mit Palmen und Granitfelsen. Neben der bekannten Anse Lazio finden wir eine kleine, ruhige Bucht ganz in der Nähe – Petite Anse Lazio. Morgens ist es menschenleer und wie ein geheimer Rückzugsort. Während die Anse Lazio mit ihrer Schönheit beeindruckt, gehört uns diese versteckte Bucht ganz allein.

Überhaupt fühlt sich die Reise besonders an: Die Seychellen wirken ungewöhnlich leer im März (auch der Situation im Nahen Osten geschuldet), fast unberührt. Diese Ruhe verleiht allem eine fast surreale, magische Atmosphäre – als hätten wir das Paradies für einen Moment ganz für uns allein.

Leider nimmt jede Reise ein Ende und wir fliegen mit der Air Seychelles von Praslin nach Mahé um unseren Anschlussflug mit Ethiopian Airlines bequem zu erreichen.

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Mehr Infos zu den Seychellen

Xenia Graf

März 2026