Nando Geiger

Reise nach Australien

Im November und Dezember erkundete Nando Geiger, Travel Expert bei Dreamtime, auf einer eindrucksvollen Reise die Ostküste Australiens. 18 Tage voller Highlights führten ihn von Brisbane bis nach Cairns entlang einer der schönsten Küsten der Welt. Von den endlosen Sandstränden auf K’gari über die türkisfarbenen Whitsundays bis hin zum Skydive reihten sich unvergessliche Momente aneinander.

Unterwegs an Australiens Ostküste
Zwischen Sandstränden, Segelbooten und Sonnenaufgängen

Ankunft in Brisbane

Frühmorgens mache ich mich in Perth auf den Weg zum nahegelegenen Flughafen. Mit Qantas Airways führt mich die knapp vierstündige Reise quer durch Australien nach Brisbane. Im bewölkten, aber angenehm warmen Brisbane angekommen, schnappe ich mir ein Uber und fahre zu meinem zentral gelegenen Hostel. Nachdem ich an der Rezeption meinen Zimmerschlüssel erhalten habe, lerne ich meine Reisegruppe für die nächsten zweieinhalb Wochen kennen. Am Abend essen wir gemeinsam, um uns besser kennenzulernen, bevor es weiter ins Fortitude Valley geht, wo wir das Nachtleben von Brisbane erkunden. Schliesslich landen wir in einer Karaokebar, in der wir den Abend ausgelassen ausklingen lassen.

Am nächsten Tag bleibt uns etwas Zeit, die Stadt zu besichtigen. Wir schlendern durch verschiedene Läden und geniessen einen grossartigen Ausblick vom Sky Deck. Viel mehr bekomme ich allerdings nicht zu sehen, da unsere Reise bereits weitergeht. Nach der kurzen Sightseeing-Tour laufen wir zum Busbahnhof, unser Greyhound-Bus hat jedoch Verspätung. Es ist bekannt, dass diese Busse immer wieder zu spät kommen. Via Sunshine Coast führt uns die erste Etappe ins nördlich gelegene Dörfchen Rainbow Beach. Die Reise hat uns alle etwas müde gemacht, deshalb gehen wir früh ins Bett, damit wir für unsere K’gari-Exkursion topfit sind.

 

 

 

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K’gari – die endlosen Sandstrände

Von Rainbow Beach fahren wir zu siebt in einem 4x4-Fahrzeug zur Fähre. Ich sitze im Auto unseres Guides Dan. Auf K’gari angekommen, lassen wir das schlechte Wetter hinter uns, und ab jetzt heisst es für drei Tage: kein Internet. Auch für mich als jungen Mann tut diese Detox-Zeit richtig gut. Mit einer Länge von über 123 Kilometern und einer durchschnittlichen Breite von 15 Kilometern ist K’gari die grösste Sandinsel der Welt und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Mit guter Musik und bester Laune fahren wir über den endlosen Sandstrand in Richtung Lake Wabby. Zuerst steht jedoch eine rund 45-minütige Wanderung an, bei der wir an Spinnen und allerlei Insekten vorbeikommen, bevor wir uns im malerischen Süsswassersee abkühlen können, der von imposanten Sanddünen umgeben ist. Am Abend findet ein kleines Konzert statt. Ein Gitarrist kommt vorbei. Der ganze Campingplatz versammelt sich in der Lobby, singt gemeinsam und geniesst die Stimmung. Ich bekomme eine Trommel in die Hand gedrückt und begleite den Sänger, ein richtig schöner Moment.

Am nächsten Tag stehen einige aus unserer Gruppe bereits um 04:00 Uhr auf, um den Sonnenaufgang am Strand zu erleben. Sobald wir das Camp zu Fuss verlassen, müssen wir einen sogenannten „Dingostick“ dabeihaben, für den Fall, dass uns ein Dingo zu nahe kommt Lächelnd. Es lohnt sich sehr, die ruhige Morgenstimmung mit dem Rauschen des Meeres in sich aufzusaugen. Nach dem Sonnenaufgang gönnen wir uns noch einen kurzen Nap, bevor es Frühstück gibt. Unser Tagesziel sind die Champagne Pools und Eli Creek. Die Sonne brennt einmal mehr auf unsere Haut, daher tut die Abkühlung im Wasser besonders gut. Zum Mittagessen gibt es Fajitas, die wir gemeinsam zubereiten und geniessen. Anschliessend brechen wir in Richtung Eli Creek auf. Eli Creek ist der grösste Süsswasserbach der Insel und eine der beliebtesten Naturattraktionen. Pro Stunde fliessen Millionen Liter kristallklares, kühles Süsswasser durch den weissen Sand direkt ins Meer. Man kann im seichten, glasklaren Wasser baden oder sich entspannt von der Strömung treiben lassen, perfekt zum Relaxen und um Vitamin D zu tanken. Am Abend gibt es selbstgemachte Hamburger, und später bestaunen wir am Strand den wunderschönen Sternenhimmel. Dank der geringen Lichtverschmutzung leuchten die Sterne hier besonders intensiv.

Am darauffolgenden Tag steht eines der Highlights der Tour an: der Besuch des Lake McKenzie. Ich habe noch nie einen so klaren, von unberührter Natur umgebenen See gesehen – wow. Unsere Gruppe spielt Wasserball, wir reden über Gott und die Welt und geniessen die gemeinsame Zeit. Insgesamt bleiben wir etwa zwei Stunden, doch ich hätte problemlos noch viel länger bleiben können. Leider geht unser Ausflug auf K’gari schon zu Ende, und wir fahren mit dem Auto und der Fähre zurück nach Rainbow Beach. Beinahe wäre uns unterwegs der Tank leer gegangen, doch zum Glück schafft es unser Fahrer Dan im Schneckentempo bis zu unserer Unterkunft.

Eine weitere Nacht verbringen wir im Hostel, denn am Abend steht eine 13-stündige Busfahrt nach Airlie Beach an. Tagsüber schlendern wir noch einmal durch das kleine Dörfchen Rainbow Beach, trinken einen Kaffee und bereiten uns mental auf die lange Reise vor.

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Airlie Beach – Erkundung der Whitsundays

Wir haben unsere Busfahrt gut überstanden und sind in Airlie Beach angekommen. Die meiste Zeit konnte ich schlafen, sodass die Zeit sehr schnell verging. Von hier aus startet unsere dreitägige Exkursion zu den Whitsunday Islands. Nach der ersten Nacht im Hostel auf dem Festland beginnt der Tag mit meinem amerikanischen Freund Will im Fitnessstudio. Danach geht es bereits zum Hafen. Nach einer kurzen Instruktion segeln wir mit dem Segelboot etwa 1 Stunde 30 Minuten hinaus zu den Inseln. Unterwegs legen wir einen Schwimmstopp ein. Aufgrund von Quallen können wir nur mit einem Neoprenanzug ins Wasser, aber die Abkühlung lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Das Boot ist gut ausgerüstet und unsere beiden Skipper kümmern sich bestens um uns. Für den Sonnenuntergang segeln wir zu einem einsamen Strand und entspannen uns bei lockerer Musik, bevor es zurück auf das Schiff geht, wo es Steak mit Fleisch zum Abendessen gibt. Der Schlafplatz in der kleinen Kabine im unteren Bereich des Bootes ist eng und da ich im oberen Bett schlafe, ist es dementsprechend sehr heiss.

Am nächsten Morgen stehe ich bereits um 05.00 Uhr auf, um die traumhafte Morgenstimmung auf dem Wasser zu geniessen. Ich würde mich eigentlich als Morgenmuffel bezeichnen, aber das frühe Aufstehen hat sich mehr als gelohnt. Nach dem Frühstück segeln wir zu den Korallen des Great Barrier Reefs, um zu schnorcheln. Wir beobachten einige kleinere Fische und farbenprächtige Korallen. Man erkennt, dass der Zustand der Korallen und der Tierwelt sicher nicht mehr derselbe ist wie vor zwanzig Jahren, dennoch ist es wunderschön und definitiv einen Ausflug wert. Am Nachmittag folgt der Besuch des Aushängeschildes der Whitsundays, nämlich des weltberühmten Whitehaven Beach. Im Meer schwimmen Mantarochen um uns herum und vom Aussichtspunkt aus hat man eine atemberaubende Sicht auf die Umgebung. Von dort oben kann ich sogar Haie beobachten. Den Abend lassen wir gemütlich ausklingen, indem wir gemeinsam Gesellschaftsspiele spielen.

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Das nächste Highlight steht bereits am folgenden Tag an. Wir segeln zurück nach Airlie Beach. Nach zwei Nächten auf See fühlt es sich etwas ungewohnt an, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Gegen Mittag planen mein Kollege Tom und ich einen Rundflug über das Great Barrier Reef und die Whitsundays. Ob der Flug stattfinden kann, ist stark wetterabhängig, doch wir sind tatsächlich die letzte Gruppe, die an diesem Tag noch starten darf. Wir werden bei unserem Hostel abgeholt und zum Flugplatz gebracht. Allein der Flugplatz ist einzigartig, mit Villen und Garagen für die kleinen Flugzeuge direkt neben der Piste. Dort angekommen bereiten wir uns auf den einstündigen Rundflug vor. Das Kleinflugzeug bietet Platz für etwa zehn Personen und selbstverständlich hat jeder einen Fensterplatz. Nach dem Start in Airlie Beach sehen wir das türkisfarbene Meer mit seinen Korallen und wenig später auch den Whitehaven Beach von oben. Ich kann kaum aufhören zu staunen. Es sind spektakuläre Ausblicke, die ich jedem wärmstens empfehlen kann. Kaum sind wir gelandet, setzt wie erwartet der Regen ein. Deshalb schauen wir im Fernsehen Fussball und am Abend steht eine White Dress Party an, bei der wir den Tag gemeinsam als Gruppe ausklingen lassen.

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Magnetic Island – zwischen Wellen, Jeeps und wilden Koalas

Weiter geht es mit dem Bus nach Townsville und anschliessend per Fähre nach Magnetic Island. Die Überfahrt ist sehr wellig und wir müssen die Koffer festhalten, damit sie nicht von Bord fallen. Zusätzlich beginnt es zu nieseln. Mit Taxis fahren wir gemeinsam zur Unterkunft. Mein englischer Kollege James und ich erhalten ein Zimmer zu zweit, purer Luxus als Abwechslung zu den bisherigen Sechserzimmern. Am Abend gibt es noch eine genussvolle Pizza, bevor ich schlafen gehe.

Am nächsten Tag erwartet uns wieder ein erlebnisreicher und sportlicher Tag. Wir mieten Jeeps, die jeweils Platz für vier Personen bieten, und fahren damit über die Insel. Die Insel ist etwa 52 km² gross. Rund die Hälfte besteht aus Nationalpark und ist von gut ausgebauten Wanderwegen durchzogen. Zu einem dieser Wanderwege führt uns unser erster Stopp. Die Wanderung startet bei hohen Temperaturen. Schon kurz darauf entdecken wir wilde Koalas in den Bäumen. Am liebsten würde man diese Tiere knuddeln, weil sie so herzig aussehen. Anschliessend wandern wir zu einem Aussichtspunkt, bevor wir zum Jeep zurückkehren und unseren leeren Magen füllen. Dafür fahren wir an die Nordküste der Insel in ein Restaurant. Am Nachmittag gehen wir im angenehm warmen Meer baden. Da Tom eine Fischerrute gemietet hat, gehe ich mit den Jungs fischen. Leider bleiben wir erfolglos, da unsere Geduld eher begrenzt ist. Im Anschluss dürfen wir kleine Wallabies mit Karotten füttern, eine süsse und zugleich unvergessliche Erfahrung, die uns allen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Am Abend treffen wir uns alle, um gemeinsam den schönen Sonnenuntergang zu betrachten, bevor wir in einem Restaurant lecker essen.

Heute Morgen heisst es leider Abschied nehmen von der kleinen, aber feinen Insel Magnetic Island. Mit der Fähre geht es zurück nach Townsville, bevor wir mit dem Bus weiter in Richtung Mission Beach fahren. Die Fahrt dauert etwa drei Stunden.

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Mission Beach – hoch über den Wolken

Leider startet der Aufenthalt in Mission Beach für die Gruppe weniger gut. Ein Virus geht herum und alle fühlen sich ein wenig krank. Das hindert uns jedoch nicht daran, eines der Highlights zu erleben. Für uns geht es heute hoch hinaus zum Skydive. Wir werden bei unserer Unterkunft, dem Mission Beach Resort, mit einem Shuttlebus abgeholt und fahren zum Flugplatz.

Ich bin in der zweiten Gruppe und muss daher ewig warten, bis wir starten können. Von Minute zu Minute werde ich in diesem Raum angespannter. Ich treffe Richard, meinen Tandempartner, bevor wir mit dem kleinen Flugzeug auf 15’000 Fuss fliegen. Ich sehe, wie die Kollegen vor mir bereits hinausspringen. Der freie Fall ist ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit, verbunden mit einer wunderbaren Aussicht aus der Vogelperspektive. Auch der Gleitflug zum Strand ist sehr faszinierend. Wer Adrenalin liebt, dem kann ich dieses Erlebnis nur empfehlen. Ich hätte nie gedacht, dass ich das trotz meiner Höhenangst durchziehen würde, aber es war einfach unglaublich. Leider hat es mich krankheitshalber erwischt und ich muss mich nach dem Sprung erholen, weshalb ich auch früh ins Bett gehe.

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Cairns – Gemütlicher Abschluss der Ostküstentour

Die Reise führt mich zu unserem letzten Stopp nach Cairns. Leider muss ich die Schnorcheltour ins Great Barrier Reef krankheitsbedingt absagen, jetzt hat es mich richtig erwischt. Ich erhole mich in den nächsten Tagen, damit ich wieder fit werde und erkunde die Stadt auf eigene Faust.

Cairns selbst ist überschaubar. Die Stadt hat rund 160'000 Einwohner und gilt als idealer Ausgangspunkt für diverse Ausflüge in der Umgebung. Das Bekannteste ist sicherlich das Great Barrier Reef, das unmittelbar vor der Küste liegt. In Cairns schlendere ich durch die Läden und besichtige die Stadt ein wenig zu Fuss.

Um ehrlich zu sein, hat mich die Stadt nicht wirklich überzeugt, als Tor zur beeindruckenden Natur rundherum ist sie jedoch ideal. Hier endet auch meine Ostküstentour und ich verabschiede mich von meiner Reisegruppe. Ich bin unglaublich dankbar für diese Zeit, die ich für immer in mir tragen werde. Für mich heisst es nun wieder Koffer packen, um die Reise im roten Zentrum fortzusetzen.

Nando Geiger

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November/Dezmeber 2025