Tamara Steger

Reise nach Australien

Im Juli bereiste Tamara Steger, Lernende im dritten Lehrjahr bei Dreamtime, Australien. Ihre Entdeckungsreise führte sie nach Perth, durch die Kimberleys, ins Top End und an die australische Ostküste.

Entdeckungsreise Down Under

Perth – RedSands

Meine Reise in Australien begann in der Sonnenstadt Perth. Ich hatte die Chance eine Woche bei unserem Partner RedSands Campers zu arbeiten. Während meinem Einsatz bekam ich Einblicke in all die verschiedenen Abläufe und Tätigkeiten eines renommierten Campervermieters. Ich durfte Adam und seinem Team über die Schultern schauen und selbst mit anpacken: Offerten schreiben, Buchungen tätigen sowie Campingmaterial bereitstellen und reinigen. Während meines kurzen Arbeitseinsatzes übernachtete ich in Scarborough Beach, einem kleinen Vorort Perths mit wundervollen Strandabschnitten und großartigen Surfmöglichkeiten.

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Perth und Umgebung

Meine restliche Zeit in Perth verbrachte ich im YHA inmitten der Stadt. Die Highlights rund um Perth erkundete ich auf einer Tagestour. Der Caversham Wildlife Park war unser erstes Ziel und meine erste Begegnung mit australischen Tieren. Nach dem Mittagessen auf einem wunderschönen Weingut im Swan Valley besichtigten wir die bekannten Pinnacles im Numbung Nationalpark. Zum Abschluss hatten wir noch ein wenig Spass beim Sandboraden in den Lancelin Dünen.

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2 (Perth und Umgebung) Lancelin Sand Dunes 600x400.jpg

Rottnest Island

Der nächste Tag war eindeutig eines meiner vielen Highlights dieser Reise. Mit der Fähre gelangte ich nach 90 Minuten von Perth nach Rottnest Island. Unterwegs mit dem Fahrrad auf der Insel der Quokkas, entlang atemberaubenden Buchten mit kristallklarem Wasser, ein spektakuläres Erlebnis.

Nach den ersten zehn Tagen stoss eine Kollegin von mir dazu und gemeinsam flogen wir am nächsten Tag nach Broome. Nach nur einer Nacht schlossen wir uns einer Gruppetour durch die Kimberleys bis nach Darwin an.

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Abenteuer in den Kimberleys

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Frühmorgens hiess es aufstehen, das erste Mal für die nächsten 10 Tage. Unser Abenteuer durch die Kimberleys startete in Broome. Nachdem wir vollzählig waren und sich unsere zwei Guides vorgestellt hatten, konnte das Abenteuer beginnen. Unser erstes Ziel war Tunnel Creek, ein riesiges Höhlensystem, das sich unterirdisch über 750 Meter erstreckt. Gleich beim Eingang ruhte ein Süsswasserkrokodil, unser Guide erklärte uns gelassen, dass dies ein sogenanntes «friendly croc» sei und lief unbekümmert daran vorbei. Tagesziel war die Windjana Gorge. Beim Sonnenuntergang liessen wir den Abend ausklingen und bereiteten uns auf die erste Nacht im Swag unter dem australischen Sternenhimmel vor.

Bell Gorge

Eingemummelt und verschlafen wurde ich am nächsten Morgen von unserem Guide geweckt. Die Sonne war bereits aufgegangen, so gemütlich und warm hätte ich mir die erste Nacht im Outback nicht vorgestellt.

Entlang der Gibb River Road gibt es unzählige Schluchten zum Baden und Verweilen. Heute konnten wir das erste Mal unsere Badesachen auspacken. In der spektakulären Bell Gorge verbrachten wir den ganzen Nachmittag. Auf der Weiterfahrt zu unserem Campground passierte bereits das erste Missgeschick. Während der holprigen Fahrt verloren wir doch tatsächlich unsere Küchenutensilien. Einen Teil konnten wir wieder ausfindig machen und das fehlende Equipment durften wir uns jeweils von unseren lieben Nachbarn auf dem Campingplatz borgen.

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Manning Gorge

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Am nächsten Tag stand die Manning Gorge auf dem Programm. Nur schon der Weg zur bezaubernden Schlucht war aufregend. Nachdem der kleine Fluss mit Boot und Zugseil oder einem kurzen «Morgenschwumm» überquert wurde, folgte eine kleine, aber anspruchsvolle Wanderung durch das wunderschöne Buschland mit Ausblick in die Weite Westaustraliens. Sandstrand, glasklares Wasser und Felssteine, die sich perfekt als Sprungtürme eignen, was braucht man mehr? Am Abend sorgte unser Guide mit seiner Gitarre und Gesang für eine richtige Lagerfeuerstimmung.

El Questro

Der neue Tag startete mit einem kurzen Abstecher zur leicht erreichbaren Galvans Gorge, eine kleine versteckte Wasserschlucht. Umgeben von Bäumen und Palmen liegt sie vor einer grossen Felswand und lädt zum Entspannen ein. Ein Seilsprung ins Wasser ist hier der richtige Einstiegsweg Zwinkernd

Auf dem Weg zur El Questro Station machen wir Halt bei der Ellenbrae Station für einen «Zvieri» und lauschen den interessanten Geschichten des Besitzers über seinen Viehbetrieb und die Umgebung. Um schliesslich zu unserem Camp zu gelangen passieren wir den Pentecost River. In der Regenzeit ist die Durchfahrt des reissenden Flusses unmöglich.

Gegen einen kühlen Morgen hilft aufwärmen in heissen Quellen – den Zebedee Springs. Darauf folgten 1,5 Stunden Steine klettern, zum Teil durch hüfttiefes Wasser, umgeben von hohen Palmen und farnbewachsenen Steilhängen. Ziel war die wunderschöne El Questro Gorge mit kristallklarem Wasser und einem Wasserfall. Anstrengung am Morgen hiess Entspannung am Nachmittag. Wir erkundeten das Camp und waren erstaunt von dem gebotenen Luxus. Gute touristische Infrastrukturen, Unterhaltungsprogramm, Restaurant, verschiedenste Ausflugsmöglichkeiten… eigentlich alles, was es sonst im australischen Nirgendwo nicht gibt.

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7 (El Questro) Galvans Gorge 600x400.jpg

Purnululu National Park

Bevor wir zu den berühmten Bungle Bungles weiterfuhren, besuchten wir die Emma Gorge. Nach einem einstündigen Spaziergang über felsigen Untergrund wurden wir mit einer kühlen Oase und einem tropfenden Wasserfall umgeben von grün geschmückten Klippen belohnt. Der Anblick auf die 65 Meter hohe Felswand war überwältigend. Plus Punkte gab es für die kleine Thermalquelle am Ufer, perfekt um sich nach dem kühlen Bad wieder aufzuwärmen.

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Nach ca. 5 Stunden Fahrt erreichten wir den Walardi Campground im Purnululu Nationalpark und bauten unser Nachtlager auf. Anschliessend fuhren wir zu einem Aussichtspunkt und schauten dem spektakulären Farbenspiel auf den roten Felsen während des Sonnenuntergangs zu. In den folgenden zwei Nächten bestaunten wir faszinierend den wunderschönen Sternenhimmel – das australische Outback bietet zu jeder Tageszeit ein unglaubliches Erlebnis.

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Der heutige Tag widmeten wir voll und ganz den Highlights des Purnululu National Parks. Wir erkundeten die bemerkenswerten und einmaligen Bungle Bungles Felsformationen, spazierten durch die enge rote Kluft des Echidna Chasm und besichtigten die riesige Cathedral Gorge. Beim Abendessen sorgte eine orange Schlage für Hektik, die nach Entwarnung und erfolgreicher Beseitigung des kleinen Tiers in den Bush 50 Meter neben uns auch schon wieder vorbei war. Langsam spürte man die Müdigkeit vom frühen Aufstehen und den vielen Aktivitäten tagsüber, deshalb gings heute früh in die Heia. 

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Lake Argyle

Nach einem kurzen Stopp in Kununurra fuhren wir weiter zum Lake Argyle. Während einer Bootsfahrt auf dem Juwel der Kimberleys und grössten Stausee Australiens stiessen wir auf Rock Wallabies, Krokodile und fütterten die Wasser spuckenden Schützenfische. Mit einem Glas Wein und einem erfrischenden Bad genossen wir den spektakulären Sonnenuntergang.

Bevor wir die lange Fahrt nach Katherine antraten, kühlten wir uns im Infinity Pool des Lake Argyle Caravan Park ab. Die Fahrt war alles andere als langweilig, wir brachten unseren australischen Freunden die Schweizer Musik näher und sangen laut stark mit.

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Darwin

Heute erkundeten wir den Nitmiluk National Park und verweilten bei den populären Edith Falls. Gegen den späteren Nachmittag erreichten wir unser Endziel – Darwin. Den letzten gemeinsamen Abend haben wir in einem leckeren Steakhouse ausklingen lassen.

Top End

Mit einem Aboriginal Guide erkundeten wir während den nächsten drei Tagen die Nationalparks des Top Ends. Am ersten Tag verweilten wir im Litchfield National Park bei den Wangi und Florence Falls und lernten Interessantes über die vielen Termitenbauten. Beim nächsten Sonnenaufgang befanden wir uns bereits auf dem Yellow Water Billabong um die fantastische Tierwelt zu entdecken und beobachten.

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11 (Top End) Litchfield NP Florence Falls 600x400.jpg

Im Verlauf des Tages besuchten wir verschiedene Wandmalereien, zu deren Geschichte unser Guide viel zu erzählen hatte. Vom Ubirr blickten wir in die weite Landschaft und sahen, wie die Sonne langsam verschwand – ein traumhafter Ausblick. Bevor es wieder zurück in die Stadt ging, verbrachten wir den letzten Tag gemütlich bei den Jim Jim Falls.

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11 (Top End) Kakaduu NP Yellow Water Krokodil 600x400.jpg

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Port Douglas

Unsere letzten Tage verbrachten wir in Port Douglas. Ein kleiner Ort ausserhalb von Cairns und gut gelegen für Tagesausflüge. Wir hatten volles Programm, dabei kam das Entspannen ein bisschen kurz, dafür haben wir umso mehr erlebt. Wir hatten die Möglichkeit während einer Privatführung im Hartleys Croc Adventure Park Australiens Tierwelt näher kennenzulernen. Mit der Gondel erreichten wir Kuranda, die Fahrt über Regenwald anstatt Skigebiet war atemberaubend und der Touristenort hatte viel zu bieten.  Zu den Highlights zähle ich aber definitiv das Schnorcheln im Great Barrier Reef und die Heissluftballonfahrt bei Sonnenaufgang über den Tablelands.

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Meine erste Reise nach Australien nahm nach fünf Wochen ein Ende, doch meine Reiselust für Australien hat noch lange kein Ende. Ich konnte bereits einige Teile des Landes entdecken aber noch längst nicht alles und freue mich schon auf das nächste Down Under Abenteuer.

 

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Tamara StegerJuli 2019