Irene Giger

Reise nach Niue

Die Reise führte unsere Südsee-Spezialistin Irene Giger, nach Niue – eine der ursprünglichsten Inseln im Südpazifik. Auf eigene Faust erkundete sie spektakuläre Küstenlandschaften, geheimnisvolle Höhlen und türkisfarbene Naturpools – ein besonderes Highlight war das respektvolle Schwimmen mit Buckelwalen, das Niue zu einem unvergesslichen Geheimtipp macht.

Niue - die Insel, die kaum jemand kennt

Ankommen am anderen Ende der Welt

Meine Erwartungen an Niue waren hoch – nicht zuletzt wegen der langen Anreise. Von der Schweiz aus dauert die Reise rund 30 Stunden und führt zwingend über Auckland, inklusive einer Übernachtung. Die Flüge nach Niue starten morgens und lassen sich nicht direkt mit internationalen Verbindungen kombinieren. Dafür eignet sich Niue ideal als Ergänzung zu einer Neuseeland-Reise.

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Klein, ruhig – und erstaunlich fortschrittlich

Niue ist sehr überschaubar und zählt rund 1’700 Einwohner. Pro Woche erreichen nur ein bis zwei Flüge die Insel, jeweils mit etwa 180 Passagieren. Mehr Tourismus ist aufgrund der begrenzten Unterkunftskapazitäten bewusst nicht vorgesehen. Die Insel wirkt überraschend fortschrittlich: gut ausgebaute Strassen, klare Beschilderungen und eine funktionierende Infrastruktur machen das Reisen und Erkunden einfach und angenehm.

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Unterwegs auf eigene Faust

Ein Mietwagen ist auf Niue Gold wert – und absolut empfehlenswert. Die Insel verfügt über eine Ringstrasse und mehrere Querstrassen, insgesamt rund 150 Kilometer asphaltierte Strassen. So lassen sich Ausflüge zum Schnorcheln, Tauchen, Wandern oder für ein Abendessen problemlos selbst planen. Ich wohnte im Scenic Matavai Resort, dem einzigen Hotel der Insel, mit schönem Blick auf das Meer und die Bucht - inklusive täglicher Wal- und Delfinsichtungen vom privaten Balkon oder Resort Terrasse aus.

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Natur, die unter die Haut geht

Niue bietet eindrucksvolle Naturerlebnisse, vor allem entlang der Küste. Zu den Highlights zählen das Togo Chasm, die Talava Arches, die Avaiki Caves sowie die Limu Pools. Viele dieser Orte sind über sogenannte Sea Tracks erreichbar, deren Nutzung von Ebbe und Flut abhängt.

Für den Einstieg lohnt sich eine Orientation Tour zu buchen, um einen guten Überblick über die Insel, ihre Geschichte und Besonderheiten zu erhalten.

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Begegnungen und Fazit

Was Niue wirklich besonders macht, sind die Menschen – herzlich, offen und stolz auf ihre Insel. Und natürlich die Wale. Das Schwimmen und Schnorcheln mit einem singenden Buckelwal war ein zutiefst bewegendes Erlebnis, das mir für immer im Herzen bleibt. Streng reguliert, respektvoll und intim – maximal sechs Gäste pro Boot.

Niue ist unkompliziert zu bereisen und ideal für selbständiges Entdecken, wenn man die lange Anreise in Kauf nimmt. Die Insel bietet authentisches polynesisches Inselgefühl, Ruhe und Natur – und ist ein ideales Reiseziel für alle, die das Ursprüngliche suchen.

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Irene Giger

 August 2025