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Ausserordentliche Lage
Wie Dreamtime Travel die Krise meistert

Mitte März hat der Bundesrat die «ausserordentliche Lage» erklärt. Grenzen wurden geschlossen und praktisch alle Verkehrswege gekappt – nicht nur bei uns sondern global. Die ganze Welt kam innerhalb weniger Tagen zu einem kompletten Stillstand. Ohne Zweifel der Gau für einen Fernreiseveranstalter wie Dreamtime Travel. In diesem Bericht schildern wir Ihnen, wie wir mit der Situation umgehen, welche Sorgen uns drücken, aber auch welche Chancen wir für die Zukunft sehen.

Die globale Rückholaktion aus dem Homeoffice

 

In der ersten Phase Ende März hatten wir zwei Krisen parallel zu meistern. Auf Anordnung mussten wir unsere Büros schliessen und das ganze Team überstürzt ins Homeoffice schicken. Gleichzeitig galt es, Hunderte von Kunden im Ausland zu unterstützen und eine möglichst schnelle Rückreise zu organisieren.

Der Umzug ins Homeoffice verlief problemlos. Wir hatten bereits vor ein paar Jahren das ganze Team mit Surface Tabletts ausgestattet. Externer Zugriff auf den Server, virtuelle Telefonie und digitale Werkzeuge waren für uns nichts Neues. Die Investitionen der Vergangenheit hatten sich innerhalb von Stunden ausbezahlt.

Dann galt es, unzählige Kunden aus der ganzen Welt zurückzuholen. Das ganze Dreamtime Dreamteam hat in diesen Tagen Unglaubliches geleistet. Am ersten Wochenende haben wir praktisch 48 Stunden durchgearbeitet. Lösungen gesucht, mit Kunden kommuniziert, Mietwagen und Camper umgebucht, Rückflüge reserviert und Tickets ausgestellt. Die Flugsituation hat sich stündlich verändert, Grenzen wurden kurzfristig geschlossen und bestätigte Flüge wieder annulliert. Schlussendlich ist es uns gelungen, alle Kundinnen und Kunden wohlbehalten und mit regulären Flügen nach Hause zu bringen. Wir konnten sogar noch einigen Leuten helfen, die direkt bei der Fluggesellschaft oder online gebucht hatten – Onlineportale und Airlines sind in Krisen nicht erreichbar.

Anfang April war zum ersten Mal seit 23 Jahren kein Dreamtime Kunde mehr irgendwo auf der Welt unterwegs. Ein gleichzeitig beruhigendes wie auch deprimierendes Gefühl.

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So arbeiten wir im Moment

 

«Dürfen wir kommunizieren, dass wir Kurzarbeit nützen?» haben wir uns am Anfang gefragt. Verlieren wir dadurch Vertrauen? Wir haben uns für eine proaktive Kommunikation entschieden. Wir wollen diese Krise mit dem ganzen Dreamteam und den vielen langjährigen Mitarbeitenden durchstehen und auf Personalabbau verzichten.

Wir sind sehr dankbar, dass wir hier in der Schweiz auf funktionierende Strukturen zählen können und uns Instrumente wie die Kurzarbeit zur Verfügung stehen. Sowohl der Bund als auch die Kantone haben ausserordentlich schnell und sehr unbürokratisch reagiert.

Um uns zu schützen, arbeiten wir vorwiegend im Homeoffice. Natürlich fehlt uns der persönliche Kontakt, unsere gemeinsamen Mittagessen und auch das gelegentliche Feierabendbier. Aber ansonsten funktioniert die Arbeit von zu Hause erstaunlich gut und hilft uns, die reduzierten Arbeitspensen einzuteilen. Seit Anfang der Krise sind wir für unsere Kunden telefonisch und natürlich auch per Mail zu den normalen Öffnungszeiten erreichbar. Auch unsere Online-Beratungen wurden in dieser Zeit rege genützt. Seit dem 11. Mai bieten wir auch wieder persönliche Beratungen in unseren Büros auf Voranmeldung an.

Unsere wirtschaftliche Situation - spare in der Zeit, so hast Du in der Not

 

Die Dreamtime Travel AG gibt es seit 23 Jahren. In all diesen Jahren haben wir uns sehr erfreulich entwickelt und jedes Jahr mit einem positiven Resultat abgeschlossen. Unser Wachstum haben wir immer aus Eigenmitteln finanziert.

Wir halten nichts von absoluter Gewinnmaximierung und möglichst hohen Boni und Dividenden. Umsichtiges und nachhaltiges Wirtschaften haben uns seit Beginn geleitet. Wie viele inhabergeführte KMU’s in der Schweiz haben wir die Gewinne weitgehend im Unternehmen stehen lassen und Reserven gebildet.

 

Heute verfügen wir über eine ausserordentlich gesunde Bilanz und eine hohe Liquidität. Das gibt uns jetzt etwas Gelassenheit und Ruhe. Selbst ohne Abreisen bis weit ins Jahr 2021 würde die Dreamtime Travel AG stabil bleiben – auch ohne den Covid-19 Kredit von Ueli Maurer.

 «Spare in der Zeit, so hast Du in der Not» mag etwas altbacken klingen – für uns ist es ein Schlüssel zu einer langfristigen Unternehmensentwicklung.

Was macht uns im Moment am meisten Sorgen?

 

Während wir unsere eigene Situation weitgehend im Griff haben, machen uns die Fluggesellschaften im Allgemeinen und die Swiss im Besonderen grosse Sorgen und auch viel Ärger.

Sämtliche Fluggesellschaften verlangen heute gleichzeitig mit der Reservation auch die Bezahlung der Flugtickets – Monate, bevor der Flug effektiv stattfindet. Bereits wenige Tage nach Beginn der Krise haben praktisch alle Fluggesellschaften staatliche Hilfen gefordert und gleichzeitig die Rückerstattungen für annullierte Flüge aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten eingestellt. Die Airlines scheinen nicht mehr über die Gelder, der bereits bezahlten Tickets, zu verfügen – obschon die Leistung noch gar nicht erbracht wurde.  

Wir sind uns bewusst, dass die Airlines auch in einer sehr schwierigen Situation stecken. Trotzdem ist für uns das Geschäftsbahren bezüglich der Erstattung der Flugtickets unannehmbar und unseriös. Immerhin hat das Parlament die staatliche Unterstützung für die Swiss an die Bedingung geknüpft, dass die Tickets den Kunden erstattet werden müssen – voraussichtlich wird dies aber erst im September erfolgen.

Für die Zeit nach der Krise fordern wir eine Kundengeldabsicherung für Airlines – ähnlich wie dem Garantiefonds für Reiseveranstalter.

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Wann können wir wieder reisen und was passiert mit den bestehenden Buchungen?

 

Wann wir wieder reisen können, ist die Millionenfrage. Eine klare Antwort gibt es im Moment nicht – Spekulationen dafür umso mehr. Während einige Länder bereits wieder geöffnet haben, sprechen andere Destinationen von Zeithorizonten von 6 – 9 Monaten.

Sicher ist im Moment nur die Unsicherheit. Für die geplanten Abreisen über die nächsten Monate haben wir darum ein auf der Zeitachse flexibles Vorgehen festgelegt. In einem rollenden Prozess werden die bestehenden Buchungen von uns rund zwei Monate vor Abreise analysiert. Wir kontaktieren Sie und legen gemeinsam das beste Vorgehen fest.

 

Zwei Monate sind das richtige Zeitfenster, um gute Lösungen zu suchen, allfällig notwendige Umbuchungen vorzunehmen und falls nötig mit den Leistungsträgern kulante Stornobedingungen auszuhandeln.

Entscheidend ist, ob für das gebuchte Reiseziel Einreisebeschränkungen bestehen und welche Flüge es gibt. Die Staaten verlängern oder verändern die Einreisebeschränkungen jeweils 3 bis 4 Wochen im Voraus. In aller Regel fällt in dieser Phase dann auch der finale Entscheid, ob die Reise stattfinden kann oder annulliert bzw. verschoben werden muss.

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Was kostet eine Umbuchung oder eine Annullation der Reise?

 

Bestehen in einem Reiseziel Einreisebeschränkungen, setzen wir zwei Monate vor Abreise unsere bestehenden Annullationsbedingungen ausser Kraft. Wir versuchen, mit unseren lokalen Partnern und den verschiedenen Leistungsträgern möglichst kulante Konditionen für Umbuchung oder Annullation auszuhandeln.

Wir sind dankbar, wenn Sie die gebuchte Reise nicht stornieren, sondern auf nächstes Jahr verschieben. Bei einer Umbuchung sind die Kosten in aller Regel gering. Sie helfen damit nicht nur uns, sondern auch den vielen kleinen Bed&Breakfast, Camper Vermietern, Tour Veranstaltern und Guides, die durch die aktuelle Situation ihr gesamtes Einkommen verlieren. Auch viele Airlines bieten in der Zwischenzeit relativ flexible Umbuchungsmöglichkeiten an.

 

Falls Sie Ihre Reise nicht aufschieben möchten oder können, erfolgt eine Erstattung des Reisepreises in bar. Die Kosten für unseren bisherigen Aufwand bzw. unsere Arbeit, allfällige Visakosten, Versicherungsprämien und Bearbeitungsgebühren bleiben bestehen.

Reiseversicherungen handhaben die aktuelle Situation sehr unterschiedlich. Einige Versicherungen berufen sich auf einen Leistungssauschluss bei Pandemie und übernehmen keine Kosten. Andere sind sehr kulant und übernehmen die Kosten für Annullationen. Wir empfehlen, die Situation mit Ihrer Versicherung zu klären.

Was kann Dreamtime sonst noch?

 

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Natürlich sitzen wir die Krise nicht einfach aus, sondern sind voller Energie und Ideen. Wir machen uns viele Gedanken, was wir sonst noch anbieten könnten. Von Haflinger-Ferien im Südtirol, Wandersafaris in der Schweiz bis hin zu einer Event Location oder Weinhandel sind unsere Ideen wild und kreativ. Lassen Sie sich überraschen!

Weil wir diesen Sommer wahrscheinlich eher in der Nähe bleiben, können Sie bei uns ab sofort Camper für Reisen in der Schweiz oder in Europa buchen. Wohin die Reise dann schlussendlich führt, ist abhängig von den Grenzöffnungen in Europa über die nächsten Wochen.

Ab dem 5. August bieten wir im Zwei-Wochen-Rhythmus Webinare an. Sie erfahren dort, welche Routen besonders interessant sind, welche Fahrzeuge sich eignen, wie man sich vorbereitet und erhalten viele Tipps und Tricks für unterwegs.

Wie sehen wir die Zukunft?

 

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Auch wenn der Nebel im Moment noch dicht ist, wagen wir einen kleinen Ausblick.

Ohne Zweifel ist die Tourismusbranche durch die Krise am stärksten und wohl am längsten betroffen. Während sich vieles in Richtung «back to normal» bewegt, müssen wir mit Fernreisen an viele Destinationen noch eine ganze Weile zuwarten.

Sicher ist aber auch, dass sich die Welt früher oder später aus der Corona Starre lösen wird und wir alle wieder reisen dürfen. Ferne Länder zu entdecken, neuen Kulturen zu begegnen und wilde Landschaften zu erkunden werden weiterhin wichtige Bedürfnisse sein. Vielleicht schätzen wir die Freiheit des Reisens sogar mehr als vor der Krise.

Wir gehen davon aus, dass in Zukunft etwas weniger gereist wird. Fliegen und reisen wird wohl komplizierter und anspruchsvoller – gerade darin sehen wir auch eine Chance. Spontan online einen Flug buchen und irgendwo hin reisen wird nicht mehr so einfach möglich sein.

 

 

Die Reisevorbereitung, Planung, Beratung und persönliche Betreuung vor und während der Reise wird noch wichtiger – das ist unsere Kernkompetenz.

Nicht zuletzt haben wir die Hoffnung, dass in Zukunft bewusster und nachhaltiger gereist wird. Vielleicht hilft die aktuelle Krise, dass das Reisen wieder den Wert bekommt, den es verdient und Billigflüge und Massentourismus der Vergangenheit angehören.

Die aktuelle Krise lässt sich mit nichts vergleichen und ist für uns eine riesige Herausforderung. Wir sind überzeugt, dass wir dank unserer Flexibilität und Unabhängigkeit, einem starken Team und den richtigen Massnahmen die Krise überstehen werden.

Wir werden kämpfen, lernen und besser werden und schauen mit grosser Zuversicht auf die Zeit nach der Krise.

 

he waka eke noa – we are in this together – wir stehen das gemeinsam durch

Dominic Eckert & das Dreamtime Dreamteam